Kohlenmonoxid – wissenschaftliche Infos

Die korrekte Bezeichnung des umgangsprachlich als Kohlenmonoxid bezeichneten Gases lautet eigentlich „Kohlenstoffmonoxid“ und hat die Summenformel CO. Das Gas ist für Menschen sehr giftig und tückischerweise sowohl farblos und geruchlos als auch geschmacklos. Durch diese Eigenschaften ist es erst bemerkbar, wenn man bereits Symptome einer Kohlenmonoxidvergiftung an sich bemerkt.

Verwendung und Herstellung von Kohlenmonoxid in der Geschichte

Laut dem Kohlenmonoxid-Eintrag in der Wikipedia wurde bereits tausend Jahre vor Christi die chemische Wirkung des Reduzierens bei der Verarbeitung von Erzen genutzt. Die Giftigkeit des Gases wurde von der griechischen und römischen Kultur bei Hinrichtungen eingesetzt. Die gezielte Herstellung von Kohlenmonoxid wurde im 18. und 19. Jahrhundert vorangetrieben. Bei der heutigen Herstellung wird besonders darauf geachtet, dass überschüssiges Kohlenmonoxid nach der Herstellung abgeflammt oder von speziellen Stoffen absorbiert wird, um eine Gefährdung von Menschen zu vermeiden. Das Abflammen ist möglich, weil das Kohlenstoffmonoxid brennbar ist. Eine besondere Gefahr entsteht dann, wenn es mit Luft vermischt wird, da dieses CO-Luft-Gemisch sogar explosiv ist.

Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid - CO

Verwendung von Kohlenmonoxid

In der Industrie wird das Gas genutzt, um Produkte wie Ameisensäure oder Methanol herzustellen. In Hochöfen wird es, wie auch schon vor Christi Geburt in der Erzverarbeitung, genutzt, um Erze zu verhütten. Ein spezielles Verfahren setzt CO Gas ein, um das Element Nickel zu reinigen, während es bei der Herstellung von Carbonfaser-Produkte eingesetzt wird um die Fasern in einer Matrix zu binden.

Toxische Eigenschaften von Kohlenstoffmonoxid

Durch seine toxischen Eigenschaften erscheint das Gas immer wieder in den Schlagzeilen der Nachrichten. Meist handelt es sich hier um Unfälle, die im Zusammenhang mit Kaminöfen in Wohnräumen entstehen. Bei CO handelt es sich um ein Gift, das über die Lunge in den Körper gelangt. Es behindert die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff, da es stärker an Hämoglobin bindet als Sauerstoff. Bei einem Kohlenmonoxid-Anteil von über 1% in der Atemluft, ist bereits nach 60-120 Sekunden mit dem Tod der betroffenen Person zu rechnen. Wird eine Kohlenmonoxidvergiftung festgestellt, kann der Patient mit einer 100%igen Sauerstoff-Beatmung behandelt werden. Spätfolgen sind jedoch nicht auszuschließen, wenn der Patient überlebt.

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